Forschungspeptid · SKU: UBL-0027.1
GHK-Cu (50mg)
Gly-His-Lys · Cu²⁺ · Tripeptid-Kupfer(II)-Komplex
- Reinheit: ≥99% (HPLC-verifiziert)
- Form: Lyophilisiertes Pulver
- CAS: 49557-75-7
- MW: ~403 Da
Erhältlich bei Ultimate Biolabs
Ausschließlich für Forschungszwecke. Nicht für den menschlichen Verzehr bestimmt.
Was ist GHK-Cu?
GHK-Cu (Glycyl-L-Histidyl-L-Lysin-Kupfer(II)) ist ein natürlich vorkommendes Tripeptid, das erstmals 1973 von Dr. Loren Pickart im menschlichen Blutplasma identifiziert wurde. Der Komplex besteht aus drei Aminosäuren — Glycin, Histidin und Lysin — die über den Histidin-Rest ein Kupfer(II)-Ion koordinativ binden.
GHK-Cu kommt im menschlichen Organismus natürlich in geringen Konzentrationen vor — nachweisbar in Blutplasma, Speichel und Urin. Die Plasmakonzentration variiert altersabhängig: Laut wissenschaftlicher Literatur liegt sie im Alter von 20 Jahren bei etwa 200 ng/ml und kann bis zum 60. Lebensjahr auf rund 80 ng/ml abfallen.
In der biochemischen Forschung hat GHK-Cu Aufmerksamkeit als Signalpeptid erlangt, das an verschiedenen zellulären Prozessen beteiligt sein könnte. Es wird als Werkzeug zur Untersuchung von Peptid-Metall-Interaktionen, Kupfer-Transportmechanismen und extrazellulärer Matrix-Dynamik eingesetzt.
Forschungskontext und Anwendungsgebiete
GHK-Cu wird in verschiedenen Bereichen der Grundlagenforschung eingesetzt. Die folgenden Forschungsrichtungen geben einen Überblick über die wichtigsten Untersuchungsfelder und basieren auf publizierten In-vitro- und tierexperimentellen Studien. Sämtliche Aussagen beziehen sich ausschließlich auf den Forschungskontext.
Ausschließlich für Forschungszwecke. Nicht für den menschlichen Verzehr bestimmt.
Extrazelluläre Matrix und Kollagen-Forschung
In In-vitro-Studien könnte GHK-Cu die Synthese von Kollagen, Elastin und Glykosaminoglykanen in Fibroblastenkulturen modulieren. Diese Beobachtungen machen es zu einem interessanten Werkzeug für die Erforschung von ECM-Remodeling-Prozessen.
Kupfer-Transportmechanismen
GHK-Cu ist ein natürlicher Kupfer-Chelator und könnte eine Rolle im zellulären Kupfertransport spielen. Forschungsgruppen nutzen es, um zu untersuchen, wie Kupferionen an Zielzellen gelangen und in intrazelluläre Prozesse eingebunden werden könnten.
Genexpressions-Studien
Microarray-Analysen deuten darauf hin, dass GHK-Cu die Expression von über 4.000 humanen Genen beeinflussen könnte. Welche Signalwege dadurch moduliert werden, wird aktiv untersucht — insbesondere im Kontext von TGF-β, Wnt und Notch.
Antioxidative Mechanismen
In Zellkulturmodellen wurde untersucht, ob GHK-Cu antioxidative Enzymaktivitäten wie Superoxid-Dismutase beeinflussen könnte. Diese Studien liefern Einblicke in kupferabhängige Redox-Mechanismen.
Ausgewählte Quellen
- Pickart, L. et al. (2012): The Human Tripeptide GHK-Cu in Prevention of Oxidative Stress and Degenerative Conditions of Aging. Oxidative Medicine and Cellular Longevity. doi:10.1155/2012/324832
- Pickart, L. & Margolina, A. (2018): Regenerative and Protective Actions of the GHK-Cu Peptide in the Light of the New Gene Data. International Journal of Molecular Sciences. doi:10.3390/ijms19071987
- Park, J.R. et al. (2020): Copper-Peptide Complex GHK-Cu and Skin Fibroblasts. Journal of Cosmetic Dermatology. doi:10.1111/jocd.13019
Technische Spezifikationen
| Bezeichnung | GHK-Cu (50mg) |
|---|---|
| Sequenz | Gly-His-Lys · Cu²⁺ |
| Struktur | Tripeptid-Kupfer(II)-Komplex |
| CAS-Nummer | 49557-75-7 |
| Molekulargewicht | ~403 Da |
| Form | Lyophilisiertes Pulver |
| Reinheit | ≥99% (HPLC-verifiziert) |
| Löslichkeit | Löslich in sterilem Wasser und physiologischer Kochsalzlösung |
| Lagerung (vor Rekonstitution) | −20 °C, lichtgeschützt, bis zu 24 Monate |
| Lagerung (nach Rekonstitution) | 2–8 °C, innerhalb von 30 Tagen verbrauchen |
Produkteigenschaften
≥99% Reinheit
Mittels HPLC-Analyse verifizierte Reinheit – jede Charge wird mit Analysezertifikat geliefert.
Lyophilisiertes Pulver
Gefriergetrocknete Form für optimale Stabilität und Lagerfähigkeit. Lyophilisierte Peptide bewahren bei korrekter Lagerung ihre Integrität über Monate bis Jahre.
Hohe Löslichkeit
Lässt sich in sterilem Wasser oder physiologischer Kochsalzlösung (0,9 % NaCl) rekonstituieren.
Kupfer(II)-Komplex
Tripeptid Gly-His-Lys im Komplex mit Cu²⁺ – ein etabliertes Werkzeug für die Erforschung von Peptid-Metall-Interaktionen.
Qualitätskontrolle verstehen
Was bedeutet HPLC-verifizierte Reinheit?
HPLC (High-Performance Liquid Chromatography) ist das Standardverfahren in der analytischen Chemie zur Bestimmung der Peptid-Reinheit. Bei diesem Verfahren wird die Probe durch eine Chromatographiesäule geleitet und die einzelnen Bestandteile werden nach ihrer Affinität zur stationären Phase getrennt. Eine Reinheit von ≥99% bedeutet, dass mindestens 99% des gemessenen Peakbereichs dem Zielpeptid GHK-Cu zugeordnet werden können. Verunreinigungen, Abbauprodukte oder Synthesenebenprodukte machen damit weniger als 1% aus.
Was ist ein Analysezertifikat (COA)?
Ein Certificate of Analysis (COA) ist ein chargenspezifisches Dokument, das die Ergebnisse aller durchgeführten Qualitätskontrollen zusammenfasst. Für Forschungspeptide umfasst ein COA typischerweise: HPLC-Reinheitsanalyse, Massenspektrometrie (MS) zur Bestätigung der Molekülmasse, Aminosäuresequenzierung, Endotoxin-Test, Restlösungsmittelanalyse und visuelle Inspektion. Jede Charge erhält eine eigene COA-Nummer, die eine lückenlose Rückverfolgbarkeit gewährleistet.
Massenspektrometrie-Verifizierung
Ergänzend zur HPLC-Analyse wird Massenspektrometrie eingesetzt, um die tatsächliche Molekülmasse des Peptids zu bestimmen. Das gemessene Masse-zu-Ladung-Verhältnis (m/z) muss mit dem theoretischen Molekulargewicht von GHK-Cu (~403 Da) übereinstimmen. Diese doppelte Verifizierung — chromatographische Reinheit plus Massenbestätigung — bietet ein hohes Maß an Sicherheit bezüglich der Identität und Reinheit des Produkts.
Was bedeutet ‚lyophilisiert'?
Lyophilisation (Gefriertrocknung) ist ein Konservierungsverfahren, bei dem das gelöste Peptid zunächst eingefroren und anschließend im Vakuum sublimiert wird. Das Ergebnis ist ein trockenes, poröses Pulver mit minimaler Restfeuchtigkeit. Lyophilisierte Peptide sind deutlich stabiler als Lösungen und können bei korrekter Lagerung ihre Integrität über Monate bis Jahre bewahren.
Lagerung und Rekonstitution
Die korrekte Handhabung von Forschungspeptiden ist entscheidend für die Erhaltung ihrer Integrität. Die folgenden Empfehlungen basieren auf allgemeinen Best Practices für lyophilisierte Peptide und gelten für GHK-Cu in der hier angebotenen Form.
Lagerung vor Rekonstitution
Das lyophilisierte Pulver sollte bei −20 °C in einem dicht verschlossenen Behälter aufbewahrt werden. Lichtschutz ist wichtig, da UV-Strahlung die Peptidstruktur beeinträchtigen kann. Unter diesen Bedingungen beträgt die Stabilität bis zu 24 Monate. Wiederholtes Auftauen und Einfrieren sollte vermieden werden.
Rekonstitution
Zur Rekonstitution wird steriles Wasser oder physiologische Kochsalzlösung (0,9% NaCl) empfohlen. Die Flüssigkeit sollte langsam an der Gefäßwand entlang hinzugefügt werden, um Schaumbildung zu vermeiden. Anschließend vorsichtig schwenken — nicht vortexen — bis das Pulver vollständig gelöst ist. Die gewünschte Endkonzentration bestimmt das hinzuzufügende Volumen.
Lagerung nach Rekonstitution
Rekonstituierte GHK-Cu-Lösung sollte bei 2–8 °C gelagert und innerhalb von 30 Tagen verbraucht werden. Für längere Lagerung können Aliquots bei −20 °C eingefroren werden. Jedes Aliquot sollte nur einmal aufgetaut werden, um Degradation durch Einfrier-Auftau-Zyklen zu minimieren.
Handhabungshinweise
Arbeiten Sie unter sterilen Bedingungen, idealerweise unter einer Laminarflow-Werkbank. Tragen Sie stets Laborhandschuhe. Kontaminationen durch Nukleasen, Proteasen oder mikrobielle Verunreinigungen beeinträchtigen die Peptidintegrität. Verwenden Sie für die Rekonstitution ausschließlich sterile, pyrogenfreie Lösungsmittel.
Häufig gestellte Fragen
Was ist GHK-Cu und woher stammt es?
Wofür wird GHK-Cu in der Forschung eingesetzt?
Was bedeutet eine Reinheit von ≥99% (HPLC)?
Wie wird GHK-Cu korrekt gelagert?
Was ist ein Analysezertifikat (COA)?
Wie wird lyophilisiertes GHK-Cu rekonstituiert?
Was unterscheidet GHK-Cu von anderen Forschungspeptiden wie BPC-157 oder Epithalon?
Ist GHK-Cu für den menschlichen Verzehr bestimmt?
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Dieses Produkt ist ausschließlich für In-vitro-Forschung und laborbasierte Studien bestimmt. Es handelt sich nicht um ein Arzneimittel, Lebensmittel oder Kosmetikprodukt. GHK-Cu darf nicht am Menschen angewendet, injiziert oder eingenommen werden. Der Erwerb setzt die Einhaltung aller geltenden lokalen Vorschriften voraus.